Die neue DD-R - Kölner Dom vs. Frauenkirche
Thema: Dresdenblog | 1,604 views |Ein unfairer Vergleich?
Was soll ich als K?ɬ?lner sagen? Wahrscheinlich bin ich mit gro?�??en Vorurteilen an das Thema ran gegangen aber da ich sowohl K?ɬ?ln als auch Dresden als ?��Ǩ?�Zu Hause?��Ǩ?� empfinde, musste irgendwann der Vergleich der beiden offensichtlichsten Wahrzeichen kommen. Ich habe beide Geb?ɬ�ude von au?�??en und von innen gesehen, habe sie bestiegen, den Ausblick von oben genossen und ich habe mich mit ihrer Geschichte auseinandergesetzt. Am Ende habe ich diese vier Punkte als Ma?�??stab meiner pers?ɬ?nlichen Beurteilung genommen und habe zum Sieger erkl?ɬ�rt…! Sehen Sie selbst und versuchen Sie Ihren Stadtreporter zu verstehen ?��Ǩ��� vergessen Sie aber nicht, das ein oder andere Auge humorvoll zuzukneifen.
Der Eindruck von au?�??en
Auf der gro?�??en ?��Ǩ?�Domplatte?��Ǩ?� steht dieses Riesengeb?ɬ�ude in einem undefinierbaren braun?ɬ�hnlichen Farbton. Ein ?ɬ�berlanges Schiff und zwei imposante T?ɬ�rme, stark verziert, sorgen daf?ɬ�r, dass man seinen Kopf weit in den Nacken legen muss, egal wie weit weg man denn nun steht. Sage und Schreibe 157 Meter ist diese Kirche hoch und damit die dritth?ɬ?chste Kirche der Welt. Vor dem Haupteingang tummeln sich regelm?ɬ�?�??ig Einheimische und Japaner. Damit man erahnen kann wie gro?�?? die Spitze der T?ɬ�rme ist, steht auf der Domplatte ein Nachbau der sogenannten Domrose. Die Frauenkirche wirkt mit ihren 91 Metern H?ɬ?he gem?ɬ�tlich und passend f?ɬ�r den weitr?ɬ�umigen Neumarkt unweit vom Elbufer. Die sandsteinfarbene Fassade ist blickfangend und die wiederverwendeten dunklen Steine aus ?ɬ�lterer Zeit spiegeln das Schicksal dieser Kirche wider. Wegen der auff?ɬ�lligen Kuppel, wird das Wahrzeichen Dresdens auch ?��Ǩ?�steinerne Glocke?��Ǩ?� genannt. Zurecht, denn die Kuppel ist immerhin die gr?ɬ??�??te ihrer Art n?ɬ?rdlich der Alpen. Dennoch geht dieser Punkt ganz eindeutig an den Dom ?��Ǩ��� 1:0 f?ɬ�r K?ɬ?ln.
Der Eindruck von innen
Ein seltsames Glash?ɬ�uschen im Inneren versperrt einem ein bisschen den Weg, bis man schlie?�??lich das volle Ausma?�?? dieser Riesenkathedrale wahrnehmen kann. Und dann geht es ja auch noch um drei Ecken und hoch an der Wand h?ɬ�ngt die ?ɬ�berdimensionale Orgel. Die Fenster stellen durchweg Personen und Geschichten dar und der Boden ist mosaikgeschm?ɬ�ckt. ?�?�ber Treppen kann man noch in die unterirdischen Katakomben steigen und das horrorfilmreife Szenario auf sich wirken lassen. Das Highlight ist aber definitiv der Schrein der Heiligen Drei K?ɬ?nige am Ende des Schiffs, der in seiner Vitrine vor sich hin gl?ɬ�nzt. Der Blick durch die T?ɬ�ren des Dresdener Gegenst?ɬ�cks ist gleich vielversprechend. Der neue aufgebaute Innenbereich nach altem Vorbild beeindruckt durch helle, teilweise fast kitschig wirkende Farben. Alles ist etwas kleiner, wirkt aber gem?ɬ�tlicher und ?ɬ�berschaubarer. Wenn man mit den vielen anderen Interessierten im runden Innenraum steht, f?ɬ�hlt man sich willkommen. Die Orgel hoch in der Ecke und der Anblick der Kuppel von unten lassen einen permanent mit den Blicken umherschweifen. Zwei vollkommen unterschiedliche Eindr?ɬ�cke innerhalb dieser Geb?ɬ�ude. Beide sind aber gleicherma?�??en beeindruckend. Unentschieden ?��Ǩ��� 2:1 f?ɬ�r K?ɬ?ln.
Die Geschichte
Die Domgeschichte ist eine durchaus verwirrende. Etwa ab dem 5. Jahrhundert wurden am heutigen Standort erste kleine Kirchen und Grabst?ɬ�tten f?ɬ�r Reiche gebaut. Als Grundger?ɬ�st f?ɬ�r den sogenannten ?��Ǩ?�alten Dom?��Ǩ?� wurde dann im 6. Jahrhundert ein Kirchengeb?ɬ�ude gebaut, dass erst 300 Jahre sp?ɬ�ter fertig wurde. Jeder K?ɬ?lner kennt die Zahl 1248, denn da wurde der ?��Ǩ?�neue Dom?��Ǩ?� begonnen. Man wollte ihn um den alten herumbauen und beim Versuch einige Mauerteile abzubrennen, ging fast der komplette alte Bau zugrunde. Gl?ɬ�ckwunsch. Hier eine Schlacht, dort ein neuer Erzbischof und schlie?�??lich 1880 hatte der Dom, nach ?ɬ�ber 600 Jahren, die Form, die er noch heute hat. Im Zweiten Weltkrieg wurde das K?ɬ?lner Wahrzeichen als Orientierungspunkt f?ɬ�r Flieger genutzt und wurde verh?ɬ�ltnism?ɬ�?�??ig wenig in Mitleidenschaft gezogen. Heute ist der saure Regen sein gr?ɬ??�??tes Problem. Das Dresdener Pendant ist auch nicht die erste Kirche an seiner Stelle gewesen. Vormals gab es auf dem Neumarkt eine Kirche aus dem 11. Jahrhundert, die im Laufe der Zeit einfach zu klein wurde, so dass Anfang des 18. Jahrhunderts ein neues Geb?ɬ�ude in Auftrag gegeben wurde. Der bekannte Bauherr George B?ɬ�hr hatte die Ehre und setzte August dem Starken zuliebe auf den rechteckigen Bau eine imposante Steinkuppel. Diese war so gro?�?? und so schwer, dass sie bei Renovierungen stets den gr?ɬ??�??ten Aufwand erforderte. So wie auch die Semperoper fiel die Frauenkirche den Luftangriffen im Februar 1945 zum Opfer. Aber nicht, dass sie direkt einst?ɬ�rzte. Mindestens einen Tag hielt sie der enormen Feuersbrunst im Stadtkern Dresdens stand und weckte Hoffnungen bei den B?ɬ�rgern. Am 15. Februar brach aber ein St?ɬ�tzpfeiler endg?ɬ�ltig und lie?�?? die Kuppel abst?ɬ�rzen. Dabei wurden alle W?ɬ�nde nach au?�??en weggesprengt. Die Symbolkraft dieses Einsturzes ?ɬ�bertraf alle vorherigen Zerst?ɬ?rungen. Die Ruinen wurden als Mahnmal stehengelassen, bis 1991 der Wiederaufbau beschlossen wurde. Mit massiven Spenden und Zusch?ɬ�ssen wurden unglaubliche 179 Millionen Euro zusammengetragen, die die feierliche Weihung 2005 m?ɬ?glich machten. Ganz klare Sache, dieser Punkt geht nach Sachsen ?��Ǩ��� 2:2 unentschieden, Dresden hat ausgeglichen.
Die Besteigung
Es geht in die Verl?ɬ�ngerung und dieser Punkt wird nur als entscheidende Nuance gewertet. Nur einen Euro bezahlen Studenten, wenn sie den Aufstieg in einen der beiden T?ɬ�rme auf weit ?ɬ�ber 100 Meter antreten m?ɬ?chten. Anfangs eine enge steinige Wendeltreppe mit Gegenverkehr und die letzten 30 Meter geht es auf der Stahltreppe auf die Aussichtsplattform. Absolut beeindruckend, was man bei gutem Wetter sehen kann. Man muss sich schon eine gute Position suchen, aber dann kann man das Bergische Land und die Gegend zwischen K?ɬ?ln und Aachen betrachten. Aber viel wichtiger, man kann auf einzigartige Weise die komplette Stadt ?ɬ�berschauen. Erstes Manko in Dresden sind die f?ɬ�nf Euro Besteigungspauschale. Dann geht es ja auch ?��Ǩ?�nur?��Ǩ?� etwa 60 Meter hoch, aber der Blick nach innen und nach au?�??en sind schwer beeindruckend. Die Erhebungen auf der anderen Elbuferseite sind schwer zu ?ɬ�berschauen, aber der Blick ?ɬ�ber die Altstadt entsch?ɬ�digt f?ɬ�r Vieles. Dennoch geht dieser Punkt ganz knapp an den Rhein und die Entscheidung steht fest ?��Ǩ��� K?ɬ?ln gewinnt um Haaresbreite 3:2.
Sind Sie anderer Meinung oder denken Sie ich habe einige wichtige Punkte ausgelassen? Lassen Sie uns an Ihren Eindr?ɬ�cken teilhaben, ganz besonders, wenn Sie auch schon beide Kirchen von innen, au?�??en und oben gesehen haben. Wir geben dem Duell gerne die Gelegenheit zur Revanche.
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