Dresden - Wie alles begann
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Die neue DD-R - die Geschichte eines Wessis im Osten
Es ist meine Geschichte und es sind erst wenige Kapitel geschrieben. Doch wie jeder Anfang einer Geschichte, ist auch mein Start in der s?ɬ�chsischen Hauptstadt von neuen Eindr?ɬ�cken, Emotionen und Erfahrungen nur so gespickt. Ein gutes Jahr lebe ich nun in Dresden und m?ɬ?chte Sie daran teilhaben lassen, was f?ɬ�r einen jungen K?ɬ?lner, der das Rheinland f?ɬ�r sein Studium hinter sich lie?�??, im Elbflorenz zu erleben ist. Sie werden einiges geboten bekommen: Sehensw?ɬ�rdigkeiten, Events, politische Neuigkeiten und alles ?ɬ�ber das Leben in einer der vielseitigsten St?ɬ�dte in Deutschland aus der Perspektive eines Studenten. Aber heut m?ɬ?chte ich in der neuen DD-R (Dresden-Reihe) mit meinem Anfang ?��Ǩ?�dr?ɬ�ben?��Ǩ?� beginnen.
Der Erste Eindruck ?��Ǩ��� nichts wahrgenommen
So um die 10 Jahre alt werde ich gewesen sein, als ich das erste und vorerst letzte Mal in der s?ɬ�chsischen Landeshauptstadt war. Die Frauenkirche lag noch in Ruinen, aber das wei?�?? ich auch nur noch, weil man mir das im September 2006 nochmal erz?ɬ�hlte. Am Morgen des 12. September machte ich mich auf zu einem Auswahlgespr?ɬ�ch an der medizinischen Carl-Gustav-Carus Fakult?ɬ�t der Technischen Universit?ɬ�t Dresden. Knapp 600 Kilometer Autobahn hatte ich vor mir und war mir noch nicht im Klaren dar?ɬ�ber, dass ich diese Strecke noch einige Male bew?ɬ�ltigen m?ɬ�sse. Im eigenen Auto und mit der Freundin auf dem Beifahrersitz vergingen die f?ɬ�nf Stunden Fahrt recht z?ɬ�gig. Zwei wichtige Eindr?ɬ�cke blieben aber: Der Rastplatz Eisenach wird nicht noch mal besucht und der Ausblick von der Autobahn auf Jena ist absolut rufsch?ɬ�digend f?ɬ�r die Stadt. Die Zeit bis zum Gespr?ɬ�ch war leider knapp und deshalb blieb mir anfangs nur eine Vorbeifahrt am Goldenen Reiter, ein kurzer Blick auf die Altstadt von der Albertbr?ɬ�cke aus und ein Einblick in den Stadtteil Johannstadt, wo sich die Uniklinik befindet. Es war ?ɬ�u?�??erst sonnig, was das alte H?ɬ?rsaalgeb?ɬ�ude gelb strahlen lie?�??. Gegen?ɬ�ber befindet sich eines der modernsten Medizinischen Lehr- und Forschungsgeb?ɬ�ude Europas, was mir zu dem Zeitpunkt vollkommen egal war. Das Gespr?ɬ�ch lief durchwachsen aber durchaus erfolgreich, wie ich etwa drei Wochen sp?ɬ�ter erfahren sollte (Erfahrungsbericht zum Auswahlgespr?ɬ�ch). Da ich am n?ɬ�chsten morgen schon wieder arbeiten musste und somit keine Zeit f?ɬ�r eine ?�?�bernachtung blieb, reichte es lediglich f?ɬ�r das Sparprogramm. Ein gro?�??er Parkplatz vor einer Polizeiwache, das erste Mal ?��Ǩ��� bewusst wahrnehmend ?��Ǩ��� in der neuen Stadt gingen wir den Massen nach. So landeten wir am Altmarkt, wo erst einmal zu Mittag gegessen wurde, in einem Restaurant das abends zum Nachtclub P.M. umsattelt. Zu dieser Diskothek wird in dieser Reihe noch ein hochinteressanter, aber wom?ɬ?glich kritischer Bericht folgen. Nach dem Essen habe ich noch einen Schnappschuss von der Frauenkirche gemacht und dann ging es auch schon wieder ersch?ɬ?pft nach K?ɬ?ln zur?ɬ�ck. Wenn ich heute ?ɬ�berlege, was ich von der Stadt, den Menschen, der Kultur an diesem Tage behalten habe, dann muss ich zugeben, dass mein erster Eindruck nur vom Auswahlgespr?ɬ�ch dominiert wurde und alles andere ausgeblendet blieb.
Der Zweite Eindruck ?��Ǩ��� Jetzt wird?��Ǩ�Ѣs ernst
Meine zweite Reise nach Dresden sollte eine Rundreise durch die Ortsteile Johannstadt, Striesen und Blasewitz werden, die wie ich schnell merkte und heute best?ɬ�tigt wei?�??, zu den sch?ɬ?nsten Wohngegenden der Stadt geh?ɬ?ren. Ohne den Studienplatz sicher innezuhaben, machte ich auf Verdacht ein paar Termine f?ɬ�r Wohnungsbesichtigungen aus, denn wenn ich auf den entscheidenden Brief gewartet h?ɬ�tte, w?ɬ�ren mir nur noch sieben Tage zur Suche und zum Umzug geblieben. Ich entschied mich bewusst gegen die ?��Ǩ?�studentische?��Ǩ?� Neustadt und versuchte in Uni-N?ɬ�he unterzukommen. Auf der Internet-Recherche wurde mir schon schnell klar, dass eine Wohnung in Dresden bez?ɬ�glich der Mietkosten Lichtjahre von einer K?ɬ?lner Wohnung entfernt ist. Viele alternative Wohnungen von scheidenden Studenten, unsanierter und sanierter Altbau aber am Ende machte eine Neubauwohnung in Mitten einer Plattensiedlung das Rennen. Die Warmmiete f?ɬ�r die 65-quadratmeter-Wohnung w?ɬ�rde in K?ɬ?ln eben f?ɬ�r eine Besenkammer reichen. W?ɬ�hrend ich mir zu Hause den Neid ?ɬ�ber die g?ɬ�nstige Unterkunft einheimste, wiesen mich meine sp?ɬ�teren Kommilitonen freundlich daraufhin, dass ich ja auch um einiges preiswerter h?ɬ�tte leben k?ɬ?nnen. So viel zum Thema finanzielle Gleichheit. An diesem Tag reichte es mal wieder nicht f?ɬ�r eine Stadtbesichtigung, denn ausnahmsweise musste ich am n?ɬ�chsten Morgen arbeiten, in K?ɬ?ln.
Der Dritte Eindruck ?��Ǩ��� endlich angekommen
Es war das erste Mal, das ich alleine nach Dresden fuhr und als Einrichtung f?ɬ�r mein neues Zimmer hatte ich nur eine gro?�??e Aldi-Luftmatratze und meinen Schreibtisch im Gep?ɬ�ck. Der Ikea-Ausflug sollte die Tage folgen. Ich wollte mir noch einen Snack auf dem Weg zur Einf?ɬ�hrungsvorlesung holen und machte meine erste akute Bekanntschaft mit der s?ɬ�chsischen Sprache: ?��Ǩ?�Haben Sie noch belegte Br?ɬ?tchen??��Ǩ?� fragte ich, ?��Ǩ?�N?ɬ�!?��Ǩ?� sagte die nette Dame, ?��Ǩ?�Na gut, dann nehme ich halt ein normales Br?ɬ?tchen?��Ǩ?�. Warum sie pl?ɬ?tzlich so verdutzt guckte und mir dann mein Br?ɬ?tchen z?ɬ?gernd gab, l?ɬ?ste sich f?ɬ�r mich erst sp?ɬ�ter auf. Ich war der festen ?�?�berzeugung, dass ?��Ǩ?�N?ɬ�?��Ǩ?� so was wie ?��Ǩ?�Nein?��Ǩ?� hei?�??en sollte ?��Ǩ��� genau das Gegenteil ist der Fall. Wussten Sie eigentlich, dass der Wessi zum Osten ?��Ǩ?�dr?ɬ�ben?��Ǩ?� gesagt hat, ebenso wie es der Ossi zum Westen sagte? In der Uni kn?ɬ�pfte man unglaublich schnell Kontakte. Nat?ɬ�rlich lernt man auch Leute kennen, mit denen man sp?ɬ�ter nichts mehr zu tun hat, aber man verschafft sich einen guten ?�?�berblick. Ja, und das S?ɬ�chsische hat mich nat?ɬ�rlich weiterhin verfolgt. Aber alle haben es mit Humor genommen, wenn der K?ɬ?lsche, die Schwaben, die Sachsen und alle anderen aufeinander trafen. Mittlerweile muss ich auch bei eingefleischten Erzgebirglern nicht mehr die volle Konzentration aufwenden, um alles zu verstehen. Bei der Rallye f?ɬ�r die Erstsemester kam ich dann auch endlich auf meine Kosten was die Erkundung der Stadt angeht. Tradition und Kultur in der Altstadt, Innovation und Subkultur in der Neustadt gemischt mit Anekdoten von ?��Ǩ?�einheimischen?��Ǩ?� Kommilitonen. Mittendrin und bei mir um die Ecke der gro?�??e Garten als studentisches Naherholungsgebiet und das scheinbar hundert Meilen lange Elbufer zum Rausgehen oder f?ɬ�r Konzerte und Openair-Kino ?��Ǩ��� traumhaft, die Stadt, die ich mir da ausgesucht hatte…dabei hatte sie eigentlich mich ausgew?ɬ�hlt.
Diese Plattform soll ab jetzt so oft wie m?ɬ?glich mit den neuesten Events, mit lustigen und ernsten Erfahrungsberichten und den besten Tipps f?ɬ�r Kultur- und Partyinteressierte, die ein neugieriger nicht-mehr-ganz-Neuling in der Stadt geben kann, gef?ɬ�llt werden. Aber auch auf News und Hinweise von unseren Lesern m?ɬ?chten wir gerne eingehen und bitten Sie: Lassen Sie uns Kritik und Anregungen zukommen.
Vorschau: Was macht auch f?ɬ�r junge Leute den Reiz an der Semperoper aus? Und warum ich sie von innen noch gar nicht gesehen habe!
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