Horrortrip Dresden - Köln

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Autofahrt DresdenWie eine Autofahrt zum Abenteuer wurde
Anfang M?ɬ�rz fasste ich relativ spontan den Entschluss meinen besten Freund in Dresden zu besuchen, wo er seit September letzten Jahres an der TU Dresden Medizin studiert. Erstmals meldete ich mich bei der Mitfahrzentrale an um noch 3 Leute von K?ɬ?ln nach Dresden mitzunehmen und somit Spritkosten zu sparen. Alles verlief nach Plan, nach etwas mehr als 5 Stunden Fahrt war ich in der Wohnung meines Kumpels angekommen. Vier Tagen in dieser sch?ɬ?nen Stadt sp?ɬ�ter musste ich schlie?�??lich wieder meine Zelte aufbrechen und wollte, diesmal mit 2 Mitfahrern, die Heimreise zur?ɬ�ck ins Rheinland antreten. Doch die R?ɬ�ckfahrt sollte leider bei weitem nicht so reibungslos verlaufen ?��Ǩ��� Erfahrungsbericht eines Autoabenteuers.

LKWs quer ?ɬ�ber der Fahrbahn
Schon bei der Abfahrt an diesem Donnerstag Abend (es war der 22. M?ɬ�rz 2007 gegen 18 Uhr) war schlechtes Wetter mit Schneeregen angesagt. Ich hatte zwar die O-bis-O-Faustregel f?ɬ�r Winterreifen (von Oktober bis Ostern) missachtet und fuhr im bislang sonnigen M?ɬ�rz schon wieder mit Sommerreifen, doch diese waren noch ziemlich neu. Was sollte da also passieren? Genauso dachten etliche andere Autofahrer, die sich an diesem Abend auf die Stra?�??en und vor allem auf die Autobahn begaben. Bald schon wurde allerdings die linke Spur wegen des Schnees und der Rutschgefahr nicht mehr befahren, da anscheinend kaum noch jemand mit Winterreifen unterwegs war. Der Schneefall wurde immer schlimmer (DAS war l?ɬ�ngst kein Schneeregen mehr wie angesagt) und etwa 200 Kilometer hinter Dresden war es dann auch soweit: der Verkehr kam ins Stocken, ziemlich schnell sogar zum Stehen. Meine Hoffnung es k?ɬ?nnte sich ja nur um einen kurzen Stau wegen eines kleinen Unfalls handeln zerplatzte als wir im Radio h?ɬ?rten, dass auf den ganzen umliegenden Landstra?�??en und Autobahnen mehrere Lastkraftwagen in den Graben oder quer ?ɬ�ber die Fahrbahn gekippt waren. ?�?�berall Stau, kein Entrinnen. Meine beiden Mitfahrer und ich machten uns also f?ɬ�r die Nacht in meinem kleinen VW Polo (Dreit?ɬ�rer) bereit, nicht nur unglaublich klein, sondern bei solchen Temperaturen auch nicht gerade sehr warm…

Die Uhr tickt

Eigentlich war ich in der Annahme losgefahren am n?ɬ�chsten Morgen p?ɬ�nktlich bei der Arbeit erscheinen zu k?ɬ?nnen (die ich auch unm?ɬ?glich absagen konnte, da ich bereits f?ɬ�r eine Freundin einspringen sollte). Doch als ich frierend im Auto sa?�?? und der Stau sich nicht aufl?ɬ?ste (wir fuhren nicht einen Meter weiter!), sah ich nur den Zeiger meiner Uhr weiterlaufen und bekam langsam Sorgen. Wir mussten immerhin auch noch gute 300 Kilometer bis K?ɬ?ln zur?ɬ�cklegen! Meine Mitfahrer schliefen mittlerweile beide, doch ich konnte nicht einschlafen aus Angst die Aufl?ɬ?sung des Staus zu verpassen. Ich Verfluchte meinen Status als Fahrer und fragte mich warum ich nicht fr?ɬ�her losgefahren war… Als ich nach fast 6 Stunden (!!!) des Wartens doch die Augen schlie?�??en konnte, wurde ich eine halbe Stunde sp?ɬ�ter wieder durch Motorenger?ɬ�usche geweckt ?��Ǩ��� es ging weiter! Doch auch diese Vorfreude l?ɬ?ste sich in Nichts auf als ich merkte, dass mein Auto nicht anfuhr… Der Grund: in der Wartezeit hatte sich zwischen den Autos eine 20 cm hohe Schneeschicht gebildet und ich sollte auf dieser Schicht bergauf anfahren ?��Ǩ��� mein Auto wollte aber nicht mitmachen. Mit all meinen Fahrk?ɬ�nsten musste ich das Auto in Bewegung setzen, immer und immer wieder, denn wegen des sich aufl?ɬ?senden Staus war noch nicht an flie?�??enden Verkehr zu denken. Als ich endlich wieder normal fahren konnte, war ich heilfroh ?��Ǩ��� die schnelle Rechnung im Kopf ergab, dass ich es p?ɬ�nktlich zur Arbeit schaffen w?ɬ�rde, zwar ohne Schlaf, aber das war mir da auch egal.

Eisplatte unter dem Auto, Schnee ins Gesicht
Es ging wieder einigerma?�??en gut voran und ich traute mich sogar, wenn auch nur langsam, als einer der wenigen auf der linken Spur zu fahren. Ich fuhr immer in etwa so schnell wie das Auto vor mir um einen Richtwert zu haben und hatte keinerlei Probleme was die Stra?�??enhaftung angeht ?��Ǩ��� bis zu dem einen entscheidenden Moment: Eine Rechtskurve, in der ich ein Auto mit langem Anh?ɬ�nger ?ɬ�berholen musste. Als ich einbog und mich gleichzeitig auf gleiche H?ɬ?he mit dem zu ?ɬ�berholenden Fahrzeug befand, merkte ich wie das Auto wegrutschte… Rekationsschnell, aber ohne hektische Bewegung versuchte ich das Auto auf der Fahrbahn zu halten, was mir gl?ɬ�cklicherweise auch gelang. Als ich aus der Situation wieder befreit war, lie?�?? ich drei Sto?�??gebete des Dankes los, denn ich hatte um ein Haar die Leitplanke gek?ɬ�sst und um ein anderes das Fahrzeug neben mir mitgenommen! Was war ich froh, dass meine Mitfahrer geschlafen und nichts von dieser Aktion mitbekommen hatten! Die weitere Fahrt fuhr ich so vorsichtig wie noch nie und um nicht m?ɬ�de zu werden hielt ich zweimal an Rastst?ɬ�tten und rieb mir das Gesicht prophilaktisch mit Schnee ein. Es half und wir kamen schlie?�??lich, fast 13 Stunden (!!!) nach der Abfahrt, in K?ɬ?ln an. Ohne Schlaf, nur frisch geduscht, erschien ich p?ɬ�nktlich auf der Arbeit und brachte den ?ɬ�brigen Tag mehr schlecht als recht hinter mich.

Nie werde ich sie vergessen, diese Horrorfahrt von Dresden nach K?ɬ?ln…



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