LASIK - Alles über die Laser Operation am Auge

Thema: Augen | 8,875 views |

Laser Augen OpKosten, Ablauf und Risiken der Laser-Operation
Immer mehr Patienten entscheiden sich Ihre Fehlsichtigkeit mittels einer Laseroperation beheben zu lassen. Die Korrektur bei geringer bis mittelstarker Fehlsichtigkeit ist mit einer Brille oder dementsprechend Kontaktlinsen einfach zu beheben. Bei Patienten mit starker Fehlsichtigkeit reichen die Gläser einer Brille nicht mehr aus. Der LASIK Eingriff ist oft die letzte Rettung für viele Patienten, auch wenn einige sich wegen der durch Unwissenheit verursachten Unsicherheit nicht trauen. Lassen Sie sich von stadtreporter.net aufklären.

Die Operation
Vor dem Eingriff gilt es eine Reihe von Dingen zu beachten. Eine umfangreiche Voruntersuchung durch einen Facharzt inklusive eines anschliessenden Aufklärungsgesprächs ist daher unumgänglich. Nach der Voruntersuchung, in der Ihre Eignung für einen solchen operativen Eingriff festgestellt werden muss, klärt Sie ihr Arzt deshalb für gewöhnlich über Ablauf und Risiken der Operation auf.

Wer ist für eine LASIK OP geeignet?
Geeignet sind Patienten ab dem 18. Lebensjahr bei denen das Wachstum des Auges abgeschlossen ist. Als Vorraussetzung gilt, dass die Fehlsichtigkeit stabil sein sollte. Das heisst Personen bei denen die Fehlsichtigkeit sich in den letzten Jahren nicht mehr als um 10 oder 20 Prozent verändert hat. Gehören sie zu den Allergikern, so sollte der Termin des Eingriffs auf jeden Fall in die Allergiefreie Zeit gelegt werden um unnötige Komplikationen bei der Heilung zu vermeiden. Von einem operativer Eingriff während der Schwangerschaft oder Stillzeit ist generell abzuraten. Patienten die z.B. am “Grauen Starr” leiden sollten erst diesen behandeln lassen und dann eine LASIK Operation ins Auge fassen. Ausserdem sind Personen die an Rheuma, einer Wundheilungsstörung, Stoffwechselerkrankung oder Einäugigkeit leiden für eine Laseroperation ungeeignet.

Vor der Operation
Für alle Kontaktlinsenträger gilt; auf die Linsen 2 Wochen vor der Operation verzichten, damit die individuelle Fehlsichtigkeit exakt bestimmt werden kann. Sie sollten darauf achten, am Tag der Operation kein Parfum, Make-up oder Deodorant zu tragen. Verzichten sie auch auf Schminke während der ersten Woche nach der Operation. Weiter ist zu beachten, dass sie nach der Operation natürlich nicht selbst mit dem Auto heimfahren können. Bringen sie also jemanden mit der sie nach Hause begleitet. Einige Minuten vor der Operation werden sie betäubt, meist mittels Augentropfen. Vergessen sie ihre Sonnenbrille nicht, denn nach der Operation ist das Auge zunächst sehr Lichtempfindlich, meist trotz des Verbandes.

Risiken der LASIK Operation
Bei einer ausführlichen Voruntersuchung wird festgestellt, ob der Patient für einen Lasereingriff geeignet ist. Wie bei jedem operativen Eingriff kann es zu Komplikationen kommen. Man sollte grundsätzlich wissen, dass je höher die Fehlsichtigkeit ist, desto eher kann es zu Schwierigkeiten bei der Operation kommen. Aufgrund des technischen Fortschritts auf dem Gebiet der Laseroperationen ist eine Operation immer sicherer geworden. Es kann bei der Ablösung der obersten Hornhautschicht (Epithel) durch das Schneiden zu post-operativen Schmerzen und zu Problemen des so genannten Epitheleinwuchses kommen. In den ersten Tagen nach der Operation besteht z.B. die Gefahr durch einfaches Reiben des Auges eine Verschiebung des Hornhautdeckels zu verursachen und dadurch eine weitere Operation notwendig sein. Eine häufig diskutierte Komplikation ist die so genannte “iatrogene Keratektasie”. Hierbei handelt es sich um eine kegelförmige Vorwölbung der Hornhaut, die mit einer deutlichen Sehverschlechterung einhergeht. Diese Komplikation konnte bisher vor allem bei stark kurzsichtigen Patienten beobachtet werden. Kurzsichtigen Patienten kann nach der LASIK Operation das Lesen ein wenig schwer fallen und sie müssen unter Umständen auf eine Lesebrille zurückgreifen.

Bei weitsichtigen Patienten kann sich kurzzeitig eine schwache Kurzsichtigkeit einstellen die dann dementsprechend mit einer Fernbrille aufgehoben werden kann. Ausserdem kann es sein, dass das Auge sich nach der Operation wieder seiner ursprünglichen Fehlsichtigkeit nähert. In dem Fall kann eine Nachoperation erfolgen. Weiter kann es zu einer Beeinträchtigung des Dämmerungssehens kommen. Vorübergehend kann ein Trockenheitsgefühl auftreten, dass sich aber nach einigen Wochen geben sollte, sowie auch das Fremdkörpergefühl über das die meisten Patienten nach einer Operation klagen. Wenn ein Patient an beiden Augen operiert werden muss kann es sein, dass er nach der ersten Operation Schwierigkeiten hat sich auf die unterschiedliche Sehkraft der beiden Augen einzustellen. Hier heisst es Geduld bis nach einigen Wochen auch das zweite Auge operiert werden kann. Sprechen Sie in jedem Fall ausführlich mit ihrem behandelnden Augenarzt und lernen sie den Arzt kennen der die OP durchführt, sofern es nicht der eigene Augenarzt ist. Das schafft Vertrauen. Ausserdem hilft eine gründliche Voruntersuchung, bei der das Auge exakt Vermessen wird, die Risiken einzudämmen und Komplikationen vorzubeugen.

Kosten der Operation
Gesetzlich Versicherte müssen die Kosten, die sich zwischen 1000 und 2500 Euro bewegen, selber tragen. Die Krankenkassen stufen diesen operativen Eingriff als “individuell zu finanzierende Gesundheitsleistung” ein und als einen kosmetischen Eingriff. Wenn Sie Privatpatient sind, sprechen sie mit ihrer Krankenkasse und stellen sie einen Kostenübernahmeantrag. In den meisten Fällen werden die Kosten übernommen.

Nach der Operation
Ein Patient sollte sich nach der Operation auf jeden Fall weitere 3 Jahre augenärztlicher Kontrolle unterziehen. Unmittelbar nach der Operation kann es sein dass die Augen tränen und leicht jucken. Versuchen Sie ihre Augen nicht zu reiben und halten Sie die Augen in den ersten 30 Minuten nach der Operation möglichst geschlossen. Zum Reinigen der Augen benutzen sie warmes Wasser. Häufig ist nach der Operation eine leichte Lichtempfindlichkeit vorhanden, die wird sich aber nach einiger Zeit einstellen. Sollte sich ein Trockenheitsgefühl einstellen, verwenden sie in den ersten Tagen oder Wochen künstliche Tränenflüssigkeit. Sprechen sie bezüglich der Dosierung noch mal mit ihrem behandelnden Augenarzt. Ausserdem sollten sie bei starken Schmerzen oder anderen Problemen zum Beispiel, wenn sie einen Schatten sehen oder sich das Sehvermögen verschlechtert, unbedingt sofort ihren Augenarzt aufsuchen.



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