Malaria-Gefahr in Deutschland?
Thema: Feuilleton | 1,177 views |
Experten prognostizieren eine mögliche Malaria-Rückkehr nach Deutschland in den nächsten Jahrzehnten
Das letzte Mal war Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg von einer grösseren Malaria-Welle betroffen, als etliche mit der Krankheit infizierte Kriegsgefangene ins Land zurückkehrten. Damals wurde schnell genug gehandelt und Malaria konnte sich nicht in Deutschland ausweiten. Bald jedoch könnte ein neuer Kampf bevorstehen - Gründe: die Renaturierung der Flüsse und, wie könnte es auch anders sein, der Klimawandel.
Der Bestand deutscher Mücken ist nun auf dem Prüfstand
Die auch in Deutschland wohnhafte Anopheles-Mücke kann Malaria übertragen. Durch das wärmer werdende Klima und die ruhigeren Gewässer werden die Lebensbedingungen der Mücken immer besser, eine Vermehrung ist mehr als nur wahrscheinlich. Um zu überprüfen, dass diese weiterhin frei vom Malaria-Erreger sind, müssten ab sofort in regelmässigen Abständen von etwa fünf Jahren Kontrollen und Bestandsaufnahmen der Mücken durchgeführt werden.
Regelmässiger Malaria-Import
Laut Angaben des Robert-Koch-Instituts gelangt der Malaria-Erreger jedes Jahr im Blut von 500 bis 1.000 Reisenden nach Deutschland. Sollte die Zahl der Mücken steigen, würden auch mehr dieser Menschen gestochen und der Malaria-Erreger könnte sich über die Mücken schneller ausbreiten. Allerdings besteht noch kein Grund zur Panik, schliesslich sind die kontrollierten Mücken zur Zeit absolut erregerfrei und es ist auch nicht gesagt, dass die Prognosen der Experten bezüglich der Vermehrung der Mücken überhaupt wahr werden.
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