Nur knapp dem Terror entgangen
Thema: Feuilleton | 1,472 views |
Ein Rückblick auf die Kofferbomben von Köln
Vor genau einem Jahr, am 31. Juli 2007, entging Deutschland nur knapp dem ersten islamistischen Terroranschlag als zwei M√ɬ§nner vom K√ɬ∂lner Hauptbahnhof aus mit eigens gebastelten Kofferbomben in die Regionalz√ɬºge nach Hamm und Koblenz stiegen. Nur ein Defekt des Z√ɬºndmechanismus (wahrscheinlich ein handwerklicher Fehler bei der Herstellung) verhinderte die Katastrophe, die viele Menschen das Leben gekostet h√ɬ§tte √¢‚Ǩ‚Äú doch die Prpoangas- und Benzinflaschen explodierten nicht. Heute scheint trotzdem kaum jemand besorgt, es k√ɬ∂nne weitere Anschlagsversuche geben…
Überwachungskameras lieferten Fahndungsfotos
Kurz nach Entdeckung der beiden Kofferbomben hatte man die mutmaßlichen Täter mittels Bilder der Überwachungskameras am Kölner Hauptbahnhof identifiziert und eine bundesweite Fahndung wurde gestartet. Etwa drei Wochen dauerte es bis der erste Verdächtige, Youssef el-Hajdib, in Kiel gefasst wurde, sein Partner und Landsmann, Jihad Hamad, stellte sich den Behörden freiwillig in seiner Heimat, dem Libanon. In Düsseldorf wurde von der Generalbundesanwältin vor kurzem erst vor dem Oberlandesgericht Anklage gegen el-Hadjib erhoben, doch steht ein Prozessbeginn gegen den 22jährigen ist noch nicht abzusehen. Zuvor müssen noch die Anklageschrift übersetzt, ein Gutachten zur Schuldfähigkeit des Angeklagten erstellt, sowie über die Eröffnung des Hauptverfahrens entschieden werden. Im Falle Hamads ging das ganze wesentlich schneller von statten. Schon seit April stehen er und verdächtigte Komplizen in Beirut vor Gericht.
Kein Grund zur Beunruhigung
Zwar sagte Hamad vor Gericht aus, dass er so viele Menschen wie möglich töten wollte, begründete den versuchten Anschlag allerdings auch mit seiner Wut auf die Deutschen, die sich ebenfalls an den in Dänemark veröffentlichten Mohammed-Karikaturen belustigt hatten. Es war also kein allgemeiner Hass auf und, der Deutschland zur Zielscheibe machte, sondern ein zu dieser Zeit aktueller Anlass. Doch dies wiegt uns immer noch nicht in Sicherheit, dafür sind mehrere Maßnahmen ergriffen worde. So erhöhte die Deutsche Bahn AG nochmals ihre Investitionen in die DB Sicherheit GmbH – das Sicherheitspersonal wurde von 300 auf 3000 Männer und Frauen aufgestockt, die Videoüberwachung an den Bahnhöfen wurde weiter ausgebaut. So möchte die Bahn weiterhin das „sicherste Verkehrsmittel in Deutschland“ bleiben. Auch Politiker sehen keine Veranlassung dazu gegeben sich jetzt Sorgen machen zu müssen, da keine Gefährdung Deutschlands als Ziel von Terroranschlägen vorhanden sei!
Na dann: Gute Fahrt!
Leave a Reply