Schmutzfänger Objektiv, Spiegel und Sensor
Thema: Fotografie, Fotoblog | 1 views |
Eine kleine Diagnosehilfe
Schmutz auf Linsen, Spiegel und Sensor können einem leicht den gesamten Satz Urlaubsfotos ruinieren. Während bei einer Kompaktkamera i.d.R nur die Linse des Objektivs als Schmutzfänger in Frage kommt gibt es bei einer Digitalen Spiegelreflexkamera mehrere Möglichkeiten: Schmutz auf einer Objektivlinse, dem Spiegel oder sogar dem Sensor. Wie man erkennt wo sich der Schmutz befindet und ihn anschliessend entfernt erklärt Euch Stadtreporter.net im fogenden Artikel.
Wer entweder beim Schauen durch den Sucher oder bei der Sichtung seiner Fotos Punkte sieht die nicht dort sein sollten wo sie sich befinden hat vermutlich Schmutz auf oder in der Kamera.
A) Kompaktkamera:
Bei Kompaktkameras gibt es aufgrund der Tatsache dass es sich bei Ihnen um geschlossene Systeme handelt (Objektive können nicht ausgetauscht werden) nur eine Möglichkeit: Schmutz auf der Linse. Hier hilft ein weiches Mikrofasertuch mit dem man vorsichtig den Schmutz von der Linse entfernen kann.
B) Digitale Spiegelreflexkamera (DSLR)
Da man DSLRs öffnen kann um das Objektiv zu wechseln kann Schmutz in das Gehäuse kommen und sich dabei auf dem Spiegel oder sogar dem Bildsensor festsetzen. Wie aber erkennt man wo sich der Schmutz befindet?
1. Objektivlinse
Problemlokalisierung: Es gibt zwei Möglichkeiten um festzustellen ob sich der störende Schmutz auf der vorderen oder hinteren Objektivlinse befindet: Die erste Möglichkeit ist das Objektiv nach oberflächlichem Schmutz zu überprüfen. Eine zweite Möglichkeit besteht darin ein Testfoto mit einem anderen Objektiv zu machen. Falls der Blick durch den Sucher und das gemachte Foto Fleckenrein sind liegt es am Objektiv.
Problemlösung: Mit einem weichen Mikrofasertuch vorsichtig die betroffene Linse putzen. Fertig! Alternativ dazu können im Fachhandel auch kleine Blasebalge
gekauft werden mit welchen man das Objektiv abpusten kann.
Auf keinen Fall: Die Linsen sollten nicht mit Handtüchern oder Hemdsärmeln abgewischt werden, da diese Stoffe zu rau sind und die Linsen verkratzen können. Zudem sollte man sich auch das Pusten mit dem Mund verkneifen, da hierbei Speichel auf die Linsen gelangen könnte.
2. Spiegel
Problemlokalisierung: Sollten beim Blick durch den Sucher Flecken auf dem Bild erkennbar sein, welche aber nicht auf den Fotos auftauchen, dann ist wahrscheinlich Schmutz auf dem Spiegel.
Problemlösung:
Zuerst muss natürlich das Objektiv vom Kamerabody entfernt werden. Dabei wird der Blick auf den Sucher frei. Haltet nun die Kamera mit der öffnung nach unten und blast mit einem speziellen Blasebalg (s.o.) den Schmutz vom Spiegel.
Auf keinen Fall:
Auf keinen Fall sollte hier mit einem Tuch zur Schmutzentfernung genutzt werden, da der Spiegel zu empfindlich ist. Auch hier ist wieder vom Pusten abzuraten.
3. Sensor
Problemlokalisierung: Wenn selbst nach dem Objektivwechsel noch der selbe Schmutz auf den Testbildern erkennbar ist, ist der Worst-Case eingetreten: Schmutz auf dem Sensor. Das Bild unten zeigt die Auswirkung eines Staubkorns auf dem Sensor einer Nikon D40.
Problemlösung:
Im Menü Eurer Kamera sollte sich ein Menüpunkt “Wartung” oder “Spiegel hochklappen” befinden. Zieht im Zweifelsfall die Gebrauchsanweisung zu Rate. Nach dem Hochklappen des Spiegels wird des Blick auf den Sensor frei. Kleine Staubkörnchen langen Bereits um grosse unschöne Flecken auf Fotos zu verursachen, ich spreche hier leider aus Erfahrung.
Ihr könnt hier die selbe Methode wie bei der Spiegelreinigung anwenden. Passt aber auf, dass Ihr mit der Spitze des Blasebalgs nicht an den CCD kommt. Wenn Euch die Sache zu riskant oder Eure Kamera zu teuer war solltet Ihr die Reinigung in einem Fachgeschäft durchführen lassen.
Auf keinen Fall: Wer den CCD mit Hilfe eines Mikrofasertuchs reinigen möchte sollte sich vorher schon mal nach einer neuen Kamera umsehen…
TIPP: Wer Schmutz auf dem Sensor und dem Spiegel vermeiden will sollte von regelmässigen Objektivwechseln absehen. Mir wurde im Fotoladen zum Kauf eines Zoom-Objektiv mit einem Brennweitenbereich von 18mm - 200mm geraten, da hiermit alle Alltagssituationen abgedeckt seien. Ich habe mich nicht an diesen Tipp gehalten, wer aber die Möglichkeit innerer Verschmutzungen vermeiden will sollte diese Möglichkeit in Betracht ziehen.
Wie immer, würde ich mich über Eure Kommentare freuen. Seid Ihr z.B. anderer Meinung oder kennt bessere Reinigungsmöglichkeiten? Dann teilt Sie uns mit!

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