Wird mir im Fotoladen unnötiges aufgeschwätzt?

Thema: Fotografie, Fotoblog | 9,433 views |

UV Filter - ja oder neinUV Filter - braucht man ihn wirklich?
Der nette Verkäufer im Foto-Laden versucht oft einem noch das ein oder andere anzudrehen an dessen Kauf man selbst noch nicht gedacht hatte. Ein immer wieder gerne an Besitzer von Spiegelreflexkameras verkaufter Artikel ist der UV-Filter (auch Skylight-Filter genannt). Braucht man diesen Filter aber wirklich, oder stellt man mit dem Kauf nur die Einkommen von Verkäufer und Geschäftsführer sicher? Der folgende Artikel gibt Anhaltspunkte für die eigene Entscheidungsfindung.

UV Filter 52mm
Argument 1: Schutz der Objektiv-Linse
Das erste von Verkäufern ins Feld geführte Argument lautet, dass der UV-Filter als Schutz für das Objektiv dient. Der UV-Filter solle grundsätzlich immer auf dem Objektiv bleiben, da er die Linsen vor Stössen und Kratzern schütze. Der UV-Filter trügt deshalb auch den Spitznamen “Immerdrauf-Filter”.
Meine Erfahrung: Wer eine Sonnenblende (auch Streulichtblende, Gegenlicht-Blende oder Geli genannt) benutzt, der benötigt bei normalem Umgang mit seiner Kamera und ihrem Objektiv nicht zusätzlich noch den UV-Filter. Die Gegenlichtblende verhindert durch Ihren Vorsprung Stösse und Kratzer an den Linsen ebenso effektiv.
Gegenargument 1: Es kommt immer wieder vor, dass etwas Schmutz in Form von Staub oder Fingerabdrücken auf die Linse kommt. Wer dann keinen Blasebalg oder ein adäquates Putztuch dabei hat ist schnell versucht mit dem T-Shirt oder dem Jackenärmel nachzuhelfen. Dies kann aufgrund der groben Stoffe fatale Folgen für die Linse haben! Wer hingegen einen UV-Filter benutzt kann mit seine Jeansjacke höchstens den günstigeren Filter, nicht aber das teure Objektiv beschädigen.
Gegenargument 2: Wer es sich nicht verkneifen kann oder will, die D-SLR mit an den Strand oder auf eine staubige Baustelle zu nehmen, sollte ebenfalls in einen UV-Filter investieren. Sand und Staub lassen sich oft nur schwer wieder los werden. Hier gilt ebenfalls: Besser man ruiniert den Filter als das Objektiv!

21nzppnhbkl_aa_sl160_.jpgArgument 2: Der Filtereffekt
Der Eigentliche Grund für die Verwendung von Filtern ist nicht der Schutz der Linse, sondern die Veränderung oder gar Verbesserung des zu schiessenden Bildes. Die positiven Effekte bei der Verwendung von UV-Filtern sind die Beseitigung von Dunst und die Verstärkung von Kontrasten.
Gegenargument: Ein-Filter verringert grundsätzlich die in das Objektiv eindringende Lichtmenge. Er sollte deshalb nur dann genutzt werden, wenn es notwendig ist.

Zusammenfassung
Wer oft an staubigen oder sandigen Orten fotografiert oder gerne mal auf sein Objektiv greift um den fettigen Fingerabdruck danach mit dem nächstbesten Stofffetzen abzuwischen dem sei nahe gelegt sich einen UV-Filter pro Objektiv zuzulegen. Wer allerdings eine Gegenlichtblende verwendet und seine Kamera sowieso behandelt wie ein rohes Ei, der kann diese Kosten sparen.

Ein TIPP zum Abschluss
UV-Filter und Skylight-Filter können durchaus auch gebraucht gekauft werden. Fotoläden haben oft gebrauchtes Material. Auch in Online-Auktionen werde täglich gebrauchte Filter verkauft. (Siehe auch meinen Artikel über das Kaufen von Objektiven bei eBay)

Alle möglichen Filter bei eBay kaufen

Einen hab ich noch:
Das mit der Nikon D40 und D40x augelieferte 18 - 55mm Objektiv benötigt Filter mit 52mm Gewinde. Das Pendent für die Canon 400 D und 450 D benötigt Filter mit 58mm Gewinde.

Wie immer würde ich mich auch beim Thema UV-Filter über Eure Kommentare freuen!



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