Madeira – Blumeninsel im Atlantik

Madeira

Die Insel Madeira geh√∂rt politisch zu Portugal und ist nahezu ganzj√§hrig ein ideales Ziel f√ľr Reisen. Oft fragt man uns warum Madeira so viele Freunde hat. Dies hat sicherlich mehrere Gr√ľnde, aber zun√§chst einmal w√§re das milde Klima zu nennen, das ohne extreme Hitze oder K√§lte auskommt. Deswegen wird Madeira auch gerne die Insel des ewigen Fr√ľhlings genannt, wobei Madeira durch seine landschaftliche Beschaffenheit durchaus unterschiedliche Klimazonen aufweist.

Viel aussagekr√§ftiger f√ľr Madeira ist der Name “Die Blumeninsel”.

Die Insel ist ein Paradies mit¬†den exotischsten Pflanzen,¬†buntesten Blumen und s√ľ√üesten Fr√ľchten. Es gibt zahlreiche botanische G√§rten auf der Insel, wie etwa der riesige und beeindruckende¬†Jardim Botanico¬†in¬†Funchal, der Hauptstadt Madeiras. Auch einen Besuch¬†Blandy¬īs Garden¬†mit seiner englisch-franz√∂sischen Gartenarchitektur kann man nur empfehlen.¬†Korbschlittenfahrten in Funchals bekanntem Stadtteil Monte sind ebenfalls eine der inseltypischen Besonderheiten Madeiras.¬†Die Aussicht von Monte auf die D√§cher Funchals ist genial, besonders genie√üen l√§sst sie sich auch mit der Seilbahn. In Monte befindet sich in einer Kirche √ľbrigens auch die letzte Ruhest√§tte von Karl I., dem letzten Kaiser von √Ėsterreich-Ungarn, der auf Madeira sein Exil fand.

Bekannte Feste Madeiras sind neben dem bekannten¬†Silvesterfeuerwerk¬†auch der¬†Karneval¬†in Funchal, wo Sambatanzgruppen und bunte Themenwagen an Rio de Janeiro erinnern. Das Blumenfest,¬†Festa da Flor, findet zum Beginn der Fr√ľhlingsbl√ľte statt und taucht Funchal in ein Blumenmeer mit wundersch√∂n geschm√ľckten Wagen. Wie reichhaltig die Natur Madeiras ist, wird einem auch besonders auf dem¬†Mercado dos Lavradores¬†bewu√üt. Besonders in den fr√ľhen Morgenstunden geht es¬†in den Markthallen gesch√§ftig zu und man findet Fr√ľchte und Fische in allen Variationen. Auch Kostproben sind erlaubt!

In Funchal gehen viele Kreuzfahrtschiffe vor Anker. Kein Wunder also, dass hier immer etwas los ist. Flanieren l√§sst sich auf der mond√§nen¬†Avenida do Mar¬†mit ihren Caf√©s und Restaurants und der begr√ľnten Hafenprommenade. Die¬†Avendia Arriage¬†ist eine breite mit Jakaranda-B√§umen geschm√ľckte Hauptstra√üe, hier findet man auch die¬†Kathedrale¬†und ein¬†Denkmal an Heinrich den Seefahrer.

Madeira ist auch bekannt f√ľr seine Stickereien, Korbwaren, traditionellen M√ľtzen mit Bommeln und Brinquinhos, die Klapperinstrumente. Das bekannteste Produkt der Insel d√ľrfte jedoch der schmackhafte und schwere¬†Madeira-Wein¬†sein. In Funchal sollte man auf jeden Fall eine Verkostung vornehmen, es lohnt sich! Man sollte den Wein allerdings in seiner Wucht nicht untersch√§tzen.

Auch kulinarisch hat Madeira einige Spezialitäten, wie Espetada der köstliche Rindfleischspieß auf Lorbeerholz oder der schwarze Degenfisch mit Banane.

Neben dem malerischen Funchal gibt es aber noch viele weitere Sehensw√ľrdigkeiten auf Madeira. Auf der bunten Insel und ihrer √ľppigen Natur gibt es √ľberall etwas zu entdecken. Au√üerdem gibt es auf der Insel einige Wasserf√§lle, die √ľber die steile Felsenk√ľste direkt ins Meer st√ľrzen. Dies erweckt den Eindruck eines Brautschleiers. Sehr bekannt sind nat√ľrlich auch die sch√∂nen Wanderrouten entlang der¬†Levadas, der alten Bew√§sserungsrinnen. Sie f√ľhren einen in die gr√ľnen Zonen der Insel. Mehr √ľber die geologische Entstehung Madeiras erf√§hrt man in den Vulkanh√∂hlen, den¬†Grutas de Sao Vicente. Auch eine Wanderung durch Madeiras einzigartigen¬†Lorbeerwald¬†(UNESCO-Weltnaturerbe) ist mit seiner einzigarten Tier- und Pflanzenwelt eine einmalige¬†Besonderheit. Ganz in der N√§he befinden sich auch einige sch√∂ne Fischteiche namens¬†Ribeiro Frio¬†mit Forellenaufzucht.

Eine ganz andere Landschaft und Klima erschlie√üt sich dem Besucher der Paul da Serra, einer Hochmoorlandschaft, die Madeiras Vielf√§ltigkeit auf engstem Raum verdeutlicht. Eine besondere Herausforderung f√ľr Wanderer ist der h√∂chste Gipfel der Insel, der¬†Pico Ruivo¬†(1.862 m). Einfacher zu erreichen, auch √ľber eine gut ausgebaute Stra√üe ist der¬†Pico Arieiro¬†(1.818 m). Auch die Naturschwimmbecken, die¬†Lavapools von Porto Moniz¬†sind ein Highlight Madeiras. In der Region Santana findet man auch heute noch die¬†Casas de Colmo, die traditionellen strohgedeckten Holzh√§user. Eine der h√∂chsten Steilklippen der Welt findet man in der N√§he von C√Ęmara de Lobos am¬†Cabo Gir√£o.

Die¬†Christtusstatue in Garajau, weiter im Osten der Insel, erinnert etwas an Brasilien. Neben den Museen in Funchal, ist √ľbrigens auch das¬†Museu da Baleia¬†in Canical, einen Besucht wert. Hier wird die Geschichte des Walfangs auf Madeira erl√§utert. √úbrigens ist hier heute die Unterwasserwelt besonders unter Schutz gestellt. Am Ostkap¬†Ponta de S√£o Louren√ßo¬†l√§sst sich wunderbar wandern, wenn es auch etwas anstrengend ist.

Die¬†Insel¬†selbst ist im √ľbrigen keine typische Badeinsel (wobei dies in einigen Meerwasserpools ein Erlebnis ist), aber auch Badefreunde mit Sandstrandvorliebe werden¬†w√§hrend¬†ihrem Madeira Urlaub f√ľndig. N√§mlich auf der Nachbarinsel¬†Porto Santo, wo herrliche Sandstr√§nde den Badefreund erwarten. Es gibt gute F√§hr- und Flugverbindungen auf die Insel. Unbewohnt und in der Regel nicht zug√§nglich¬†dagegen sind die¬†Ilhas Desertas, die von Madeira aus am Horizont erscheinen.